Liebe Brüder und Schwestern im Herrn,
in der Januarausgabe des Boten habe ich den folgenden Hilferuf entdeckt der auch zeigt, das wir hier sehr glücklich und zufrieden sein können, in Ruhe und Frieden leben und beten zu können. Er zeigt auch, dass ein Kloster viele Aufgaben hat.
Bitte nehmt die Schwestern von Bethanien in Eure Gebetsliste mit auf!
Zur Ehre unseres Herrn!
?EIN BRIEF AUS BETHANIEN
Fern von Ihnen, hinter Meeren und Wüsten liegt Bethanien.
Hierher, um zu ruhen, an den Hang des Ölberges, entfernte sich unser Erlöser Jesus Christus häufig aus der lauten Stadt Jerusalem. Hier lebten seine Freunde: Lazarus und seine Schwestern Martha und Maria, die Seiner Göttlichen Reden teilhaftig wurden. Hier liegt auch das Grab des Heiligen Lazarus, der um der Gewissheit der kommenden allgemeinen Auferstehung auferweckt wurde. In unserer Kapelle liegt ein großer Stein <<der Stein der Unterredung>> - hier traf der Erlöser Martha vor der Auferstehung des Lazarus.
Im 19. Jahrhundert wurde auf dem 2.000 m2 großen Grundstück, das der Russischen Geistlichen Mission gehört, ein Haus für Pilger erbaut. Nachdem der Bischöfliche Synod der Russischen Auslandskirche im Jahre 1933 die Entscheidung traf, das Kloster Gethsemane zu gründen, wurden Haus und Grundstück der Äbtissin Maria zur Verfügung gestellt, um hier die Zellen für die Schwestern einzurichten. 1935 wurde dort eine Mädchenschule eröffnet. Das Internat, in dem heute 14 Mädchen im Alter von zwei bis vierzehn Jahren wohnen, befindet sich im alten Haus. Darin gibt es eine Kirche, Schlafzimmer für die Mädchen, Spiel- und Lehrräume und die Zellen der Schwestern. In dem neuen Gebäude (erbaut 1935) und in einigen weiteren Anbauten werden 350 Schülerinnen unterrichtet, von denen 80 in drei Gruppen des Kindergartens aufgeteilt sind. Derzeit herrscht in Palästina eine schwierige Lage. Bethanien gehört zur Zone ?AREA B?, in der die Lage komplizierter und rechtloser ist, als in Palästina selbst. Jeden Abend nach den Gebeten vor der Nachtruhe umkreisen die Internatskinder unser ganzes Grundstück unter Gesang von Gebeten ? mit der Hoffnung auf die Hilfe der Gottesmutter in einer schwierigen Zeit.
Mittel zur Erhaltung der Schule flossen seit den ersten Tagen aus Großbritannien (Äbtissin Maria war Schottin), danach, etwa seit 1954, aus der orthodoxen Diaspora. Aller Spender wird täglich gedacht.
Jetzt, mit dem Wachstum der politischen und wirtschaftlichen Probleme, reichen die Mittel nicht aus. Nur mit Mühe können das Wasser und die Stromversorgung bezahlt werden. Die reguläre Summe einkommender Gelder reicht nur für ein minimales Gehalt der Lehrerinnen aus.
Die Existenz der Schule, an der ortsansässige Mädchen unterrichtet werden, dämmt den Unmut ein, der durch unsere Anwesenheit auf muslimischem Gebiet herrscht. Unter anderem ist es auch eine missionarische Schule, die die Traditionen des 19. Jahrhunderts fortsetzt. Die Schwestern lehren die Mädchen russisch, es werden Schulfeste veranstaltet, zum Beispiel an Christi Geburt. In den Schulklassen hängen Ikonen, über den Türen Kreuze. Im Saal des ersten Geschosses befindet sich eine große Ikone der Gottesmutter vom Typus ?Schnellerhörende?, vor ihr eine brennende Lampade.
Dieser Brief ist eine Bitte um Hilfe. Bitte helft die russisch ? orthodoxen Heiligtümer in Bethanien zu erhalten, bitte helft unsere Schule zu erhalten. Gott wird es Ihnen reichlich vergelten!
Wir benötigen vor allem Schuhwerk und Kleidung. In diesem Herbst ist eine weitere Schwierigkeit aufgekommen ? die Transportmöglichkeiten für Fahrten zur Kirche reichen nicht aus. In unserem Kleinbus sind 15 Plätze, doch müssen wir darin 23 Menschen unterbringen: 14 Mädchen, vier Schwestern, zwei Ammen und eine Lehrerin mit ihren zwei Töchtern.
Bisher hat uns der Herr beschützt, wir wurden nicht bestraft. Am Morgen, vor der Liturgie, stehen wir an Passagierpunkten etwa eine Stunde lang.
Wir benötigen auch finanzielle Unterstützung ? verfügt man über Geld, kann man vieles vor Ort erwerben.
Es würde sehr helfen, wenn die Gemeinden der Deutschen Diözese für den Unterhalt und das Schulgeld der Internatskinder spenden könnten.
Kosten der Schulausbildung:
Klassen Kosten
Kindergarten 1.500 NIS (270 Euro)
1 ? 4 1.800 NIS (320 Euro)
5 ? 9 2.100 NIS (374 Euro)
Ernährung: monatlich etwa 55 Euro pro Kind.
Herzlich sind Sie zu uns eingeladen. Jegliche Unterstützung können wir brauchen: Zum Unterrichten der Mädchen, in der Küche, im Haushalt. Jetzt sind besonders Spezialisten aus Bauwesen und Heizungsbau erforderlich. Studenten (Pädagogen, Psychologen, Ärzte, Soziologen, Fremdsprachenstudenten, Studierende technischer Wissenschaften) können hier ein Praktikum absolvieren.
Wir bitten um Ihre Gebete.
Die Schwestern von Bethanien
Spenden können auf folgendes Konto überwiesen werden:
Kloster Hl. Hiob
Nr. 7 606 175 00
BLZ 700 800 00 (Dresdner Bank München)
IBAN: DE11 7008 0000 0760 6175 00
BIC: DRES DE FF 700
Stichwort: Bethanien?
In der Liebe unseres Herrn
Euer René
